Der einzig gangbare Weg zur Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens in der Schweiz

Wieso man Zootiere freilassen sollte, um Menschenleben zu retten.

BildBild: Zoo Zürich

Seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative überschlagen sich die Spekulationen, was sich in der Schweiz alles verändern wird. Am meisten Angst macht uns die Vorstellung, dass es in den Spitälern zu wenig Pflegepersonal geben wird und die medizinische Versorgung nicht mehr gewährleistet ist. Die Angst ist begründet, sind doch rund 40% des Pflegepersonals Ausländer. Wie lässt sich ein Kollaps des Gesundheitswesens verhindern und wie wirken sich die Konsequenzen daraus auf unser Leben in der Schweiz aus?

Das Fehlen von Personal in den Spitälern macht sich als erstes bemerkbar durch allgemeine Vernachlässigung der Patienten. Es kommt zu Todesfällen von Akutpatienten, zu Fehlern mit tödlichen Konsequenzen durch Überarbeitung, Schliessung von Notfallabteilungen, dramatischen hygienischen Missständen. Es gibt zwar massenhaft Assistenzärzte, weil der numerus clausus kein Thema mehr ist, aber keine Auszubildenden, weil Spitzenmedizin auch kein Thema mehr ist. „Lieber zu Hause sterben als im Spital verrotten“, heisst es neuerdings in der Schweiz.

Irgendwann stellen wir uns die Frage: Wollen wir unsere ehemals exzellente medizinische Versorgung um jeden Preis retten? Wir wollen. Aber was für ein Preis könnte das sein? Auch mit allem Geld der Schweiz können wir kein Pflegepersonal beschaffen, wenn das Kontingent ausgeschöpft ist! Der Preis heisst Zoo. Pflegepersonal ist Pflegepersonal, da reicht ein Kontingent dem anderen die Hand. Ein weisses Kittelchen, eine motivierende Lohnerhöhung und schon wird aus dem Menschenaffen-Pfleger eine Pflege-Fachkraft für Menschen. Da muss nicht mal mehr gross umgeschult werden! Der Betrieb wird aufrecht erhalten, die Spitzenmediziner bleiben, das System ist gerettet.

Doch was wird aus den Tieren? Wer füttert sie, mistet die Ställe und Gehege aus, pflegt sie, wenn sie krank sind? Niemand. Sie werden freigelassen. Zuerst nur auf dem Zoogelände, wo man sie weiterhin mit einer Handvoll Zivildienstler unter Kontrolle halten will. Man hofft, dass die Natur das Ihrige tut und sich die Tiere von alleine dezimieren. Doch was hat uns der Film Jurassic Park gelehrt? Die Natur findet ihren eigenen Weg. Deshalb machen sich die Tiere schnell davon in die Freiheit. In Zürich hat zuerst der Zürichberg zu leiden. Einen Parkplatz zu finden, ist kein Problem mehr, vom Parkplatz zum Haus zu kommen schon eher.

Viele Tiere zieht es  in den Wald, andere quer durch die Stadt an den See. Die Pinguine bleiben wahrscheinlich auf dem Dolder Eisfeld hängen und übernehmen dann allmählich den ganzen Dolder. Dort integrieren sie sich vorzüglich dank ihren Fräcken.

Die Bären und Wölfe gehen zurück in die Wälder, woher sie ursprünglich kommen. Zusammen mit ihren illegal eingewanderten Artgenossen aus Italien gründen sie eine neue starke Population, die nicht mehr so einfach abgeschossen werden kann, wenn mal eine Schafherde dran glauben musste. Herdenschutz ist plötzlich ein ernst zu nehmendes Thema. Am besten setzt man dafür die Elefanten ein. Elefanten in den Bergen – Hannibal lässt grüssen! Damit lässt sich auch touristisch einiges herausholen!

Die kleineren Raubkatzen machen sich zuerst über die Hunde und Katzen her, die grossen über Kühe und Pferde. Und dann über alles andere, das herumstreunt. Feuer werden nachts in den Gärten der Villen entzündet, um die wilden Tiere fernzuhalten. Und jedes Jahr gibt es ein blutiges Spektakel, wenn die grossen Herden auf ihrem Weg vom Langenberg zum Buschland des Flughafens ziehen und von den Löwen auf der Bahnhofstrasse gejagt werden.

„Äntli füetere“ am Zürichhorn war einmal. Der Zürichsee wird zum Wasserloch der Wildtiere. Familien pferchen sich künftig in den umgitterten Spielplatz am Zürichhorn, nicht um zu spielen, sondern um hinter den sicheren Zäunen den Nashörnern und Büffelherden beim Trinken zuzuschauen. Und sind die Löwen grad am Züri-Wasserloch, dauert’s halt ein bisschen länger, bis man wieder aus dem Käfig rauskommt.

Zum Schluss noch die Affen. Sie sind klug und verziehen sich wahrscheinlich nach Zürich West. Dort hat man’s nicht so mit der Fremdenangst. Vielleicht findet der eine oder andere Gorilla sogar einen Job als Türsteher in einem Club oder ein Schimpanse füllt ein Kontingentsloch in der Küche eines Restaurants. Dabei sei Vorsicht geboten! Wenn wir verhindern wollen, dass in ein paar tausend Jahren ein Zeitreisender vor den Ruinen des Grossmünsters niederkniet und „ihr Wahnsinnigen“ rumbrüllt, nachdem ihn eine Horde bewaffneter Affen beinahe gelyncht hätte, sollten wir die tierischen Mitarbeiter gut behandeln und fair entlöhnen.

Es wird ein gefährliches Leben sein bei uns in der Schweiz, nachdem wir das Gesundheitswesen gerettet haben. Lebensgefährlich! Sicherheit wird eine andere Bedeutung erhalten. Wir werden weiterhin unsere Meinung frei äussern können, ohne dabei ums Leben bangen zu müssen. Das aber nur, wenn wir sie nicht draussen im Freien äussern. Die Kriminalitätsrate wird zurück gehen – traut sich ja keiner mehr raus nach Sonnenuntergang! Bildung und Erziehung unserer Kinder werden sich nur geringfügig ändern. Es wird mehr Tagesschulen geben, ausserschulische Aktivitäten werden zu innerschulischen Aktivitäten und die Schulanlagen werden von bewaffneten Aufsichtspersonen bewacht.

Die neue Maxime heisst: Nur wer in der Gruppe bleibt, überlebt.

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